Erneuerung von Sitzpolstern

Die Polster der Autositze machen in ihrem Leben so einiges mit.
Doch auch die beste Pflegegarnitur stößt an ihre Grenzen. Grade bei ausgetrocknetem und porösen Leder ist meist ein Neubeziehen die letzte Rettung.

Erneuerung von Sitzpolstern

Die Polster der Autositze machen in ihrem Leben so einiges mit. Damit dieses jedoch möglichst lange hält und nicht schon nach ein paar Jahren aussehen, als wären sie seit der Erfindung des Ottomotors in Benutzung, gibt es etliche Hausmittel und Tricks, damit es geschmeidig bleibt. Doch auch die beste Pflegegarnitur stößt an ihre Grenzen. Grade bei ausgetrocknetem und porösen Leder ist meist ein Neubeziehen die letzte Rettung. Wie dieses nicht ganz unkomplizierte Vorhaben erfolgreich in die Tat umgesetzt wird, erfahrt ihr anhand der folgenden und äußerst praktischen Do-It-Yourself-Anleitung zum Erneuern von Lederpolstern im Auto.


Das Leder besorgen


Je nach gewünschtem Effekt, sollte auf Farbe, Muster und Beschaffenheit geachtet werden. Kauft nicht das billigste Leder, hier spart ihr an der falschen Stelle. Wichtig sind eine gute Verarbeitung und eine ausreichende Größe, da ihr aus dem großen Lederstück kleine Teile ausschneiden werdet. Denn grade hochwertige Lederausstattung kann ein Auto zu einem individuellen Statussymbol verwandeln. Im Softart Leder Shop findet ihr nicht nur eine bunte Auswahl an Leder, sondern auch Dekorfelle. Wer von so viel Auswahl erschlagen wird, kann sich kostenlose Musterlederstücke zusenden lassen, um sich im Vorfeld einer Bestellung von der Qualität und ihrer jeweiligen Wirkung im eigenen Kraftfahrzeug zu überzeugen.


Sitz ausbauen und Bezug abziehen


Als nächstes sollte der Sitz ausgebaut werden und von seinem Bezug befreit werden. Doch hier ist Vorsicht das erste Gebot, denn mit dem Bezug wird im nächsten Schritt weitergearbeitet! Besonderes Geschick und filigrane Finger braucht ihr beim Lösen der Klammern, die das Leder am Sitz befestigen.


Leder zurechtschneiden


Zunächst wird der Bezug auf Links gedreht. Trennt anschließend die Nähte auf und sammelt die einzelnen Flicken. Diese dienen als Schablone; dazu einfach den Einzelteilen an den Rändern etwa fünf Millimeter abziehen. Keine Sorge, das Leder dehnt sich in ausgeschnittener Form noch etwas aus. Die Umrisse der Teile sollten nun mit Kreide (oder durch ähnliche, wieder entfernbare Markierungen) auf das Leder gezeichnet werden. Anschließend mit einem Cuttermesser ausschneiden. Doch auch hier gilt: bitte Vorsicht walten lassen!


Bezug zusammennähen


Beim Zusammennähen startet ihr idealerweise mit dem Mittelteil des Sitzes. Dieses ist gleichzeitig das größte. So habt ihr es am einfachsten, nacheinander auch die kleineren Fetzen anzubringen. Für die Nähte sollte ein geeignetes Garn verwendet werden. Dieses sollte eine mäßige Stärke besitzen. Auch bei der Farbauswahl könnt ihr variieren. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der nimmt einen einfarbigen Faden, der gut zum Farbspektrum des Leders passt. Wer das ganze etwas extravaganter angehen möchte, der kann durch den eleganten Einsatz flippiger Farben auflockernde Akzente setzen.


Beziehen und Montieren


Abschließend muss der Bezug nur wieder auf dem Sitz befestigt werden. Stülpt den Bezug über den Sitz und überprüfe, ob er weich genug ist. Wenn nicht, ziehe ihn so straff wie gewünscht und befestige ihn an der Rückseite. Hier sollte der Einfachheit halber Hilfe einer zweiten Person hinzugezogen werden. Wenn der Bezug endlich sitzt, wie er soll, müssen nur noch die Löcher für die Kopfstützen freigelegt werden. Dazu einfach ein Kreuz an der entsprechenden Stelle in das Leder schneiden und die Ecken abrunden.


Diese Schritte können nun für jeden Sitz wiederholt werden, bis endlich alle im neuen Glanz erstrahlen.



Foto: © istock.com/SlobodanMiljevic + istock.com/itman__47