Die Hauptuntersuchung steht bevor und Sie möchten Ihr Fahrzeug optimal vorbereiten?

Wie bereite ich mein Auto optimal auf die Hauptuntersuchung vor
Die Hauptuntersuchung steht bevor und Sie möchten Ihr Fahrzeug optimal vorbereiten? Mit der richtigen Vorgehensweise lassen sich unangenehme Überraschungen vermeiden. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen systematisch, wie Sie alle wichtigen Bereiche selbst überprüfen können, bevor der Prüfer sein Urteil fällt.

Beleuchtungsanlage gründlich prüfen
Die Beleuchtung gehört zu den häufigsten Mängelquellen bei der HU. Kontrollieren Sie alle Leuchten auf ihre Funktion: Abblendlicht, Fernlicht, Blinker, Bremslichter und Nebelscheinwerfer. Moderne
Led Scheinwerfer und andere Lichtkomponenten müssen nicht nur funktionieren, sondern auch korrekt eingestellt sein. Eine falsche Scheinwerfereinstellung führt zur Nachprüfung und kostet Zeit sowie Geld.
Achten Sie besonders auf beschädigte Streuscheiben oder Reflektoren. Selbst kleine Risse können zur Beanstandung führen. Testen Sie die Beleuchtung am besten in der Dämmerung, um alle Funktionen realistisch zu bewerten.

Foto: ©AUTODOC
Bremsen und Reifen kontrollieren
Das Bremssystem ist sicherheitsrelevant und wird bei der HU besonders gründlich geprüft. Kontrollieren Sie den Bremsflüssigkeitsstand und achten Sie auf ungewöhnliche Geräusche beim Bremsen. Die Bremsscheiben sollten keine tiefen Rillen aufweisen, und die Bremsbeläge müssen ausreichend Restmaterial haben.
Bei den Reifen gilt: Mindestens 1,6 Millimeter Profiltiefe sind Pflicht, empfohlen werden jedoch 3 Millimeter. Prüfen Sie alle vier Reifen auf Beschädigungen, Risse oder ungleichmäßigen Verschleiß. Auch das Reifenalter spielt eine Rolle – Reifen, die älter als zehn Jahre sind, können beanstandet werden, selbst wenn das Profil noch ausreichend ist.
Wichtige Prüfpunkte im Überblick
Diese Tabelle zeigt die wichtigsten Bereiche, die Sie vor der HU selbst überprüfen sollten:
| Prüfbereich | Worauf achten |
|---|---|
| Beleuchtung | Alle Leuchten funktionsfähig, richtige Einstellung, keine Beschädigungen |
| Bremsen | Bremsflüssigkeitsstand prüfen, keine ungewöhnlichen Geräusche, ausreichend Belagstärke |
| Reifen | Mindestens 1,6 mm Profil, keine Beschädigungen, maximal 10 Jahre alt |
| Flüssigkeiten | Motoröl, Kühlflüssigkeit, Scheibenwaschwasser auffüllen |
| Scheiben | Keine Steinschläge im Sichtfeld, Wischerblätter funktionsfähig |
Weitere wichtige Kontrollen
Überprüfen Sie alle Flüssigkeitsstände: Motoröl, Kühlflüssigkeit, Bremsflüssigkeit und Scheibenwaschwasser sollten im optimalen Bereich liegen. Die Experten von AUTODOC empfehlen, auch die Windschutzscheibe genau zu inspizieren. Steinschläge im Sichtfeld des Fahrers führen unweigerlich zur Beanstandung.
Testen Sie die Funktion der Hupe, der Scheibenwischer und der Waschanlage. Kontrollieren Sie außerdem, ob alle Sicherheitsgurte einwandfrei funktionieren und keine Beschädigungen aufweisen. Das Warndreieck und der Verbandskasten müssen vollständig und nicht abgelaufen sein.
Lenkung und Fahrwerk
Achten Sie auf ungewöhnliche Geräusche beim Lenken oder Fahren über Bodenwellen. Ein klopfendes Fahrwerk oder schwergängige Lenkung deutet auf Probleme hin. Prüfen Sie auch, ob die Stoßdämpfer noch richtig arbeiten – ein Fahrzeug sollte nach dem Einfedern nicht nachschwingen.
Häufig gestellte Fragen zur HU-Vorbereitung
Wie lange vor dem Termin sollte ich mein Auto vorbereiten?
Idealerweise kontrollieren Sie Ihr Fahrzeug etwa eine Woche vor der HU. So haben Sie noch genügend Zeit, kleinere Mängel zu beheben oder einen Werkstatttermin zu vereinbaren. Eine spontane Kontrolle am Tag der Prüfung reicht meist nicht aus, um alle Probleme rechtzeitig zu lösen.
Was kostet eine Nachprüfung bei Mängeln?
Eine Nachuntersuchung wird fällig, wenn bei der ersten Prüfung Mängel festgestellt wurden. Die Kosten liegen meist zwischen 15 und 30 Euro und kommen zusätzlich zur regulären HU-Gebühr hinzu. Deshalb lohnt sich eine gründliche Vorbereitung finanziell auf jeden Fall.
Kann ich mit kleinen Mängeln zur HU fahren?
Geringe Mängel führen nicht automatisch zum Durchfallen. Der Prüfer unterscheidet zwischen geringen, erheblichen und verkehrs gefährdenden Mängeln. Bei erheblichen Mängeln erhalten Sie zwar die HU-Plakette, müssen aber innerhalb eines Monats zur Nachprüfung. Verkehrsgefährdende Mängel bedeuten jedoch ein sofortiges Durchfallen ohne Plakette.
Quellenverzeichnis
Hauptquellen:
● TÜV-Verband (TÜV-Report 2026)
● TÜV SÜD
● TÜV Rheinland
● ADAC
Fachquellen:
● AUTODOC (Club, Wartungsanleitungen, Experteninformationen)
● ADAC Wartungsratgeber
● Weitere Fachpublikationen