BMW 3er-Reihe: Erfahrungsbericht #4

Hier finden Sie einen Erfahrungsbericht zum BMW 3er-Reihe von Max

BMW 3er-Reihe (1975-1984)
1975-1984
2-tr.Stufenheck-Limousine
BMW 3er-Reihe (1975-1984)
Variante: 1975-1984 | 2-tr.Stufenheck-Limousine

BMW 3er-Reihe (1975-1984)


Erfahrungsbericht #4 zu: BMW 3er-Reihe (1975-1984)

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BMW 3er-Reihe (1975-1984) Erfahrungsbericht
verfasst von Max (40)
am 25.03.2005 um 00:31 Uhr

"Ja - dat isser (nicht ganz, meiner war rot)!

Mein erster BMW, ein 320er Sechszylinder mit diesem riesigen Doppel-Fallstrom-Registervergaser, Baujahr 1979. Ist mit seinen 1135 kg Eigengewicht und den 122 PS gegangen wie die sprichwörtliche wilde Sau. Tempo 220 lt. Tacho war kein Problem, die Beschleunigung beim Überholen recht gut. Aber der konnte saufen, daß einem Hören und Sehen verging. Unter 15 l/100 km spielte sich da nichts ab - konnte sich im Winter bei vorwiegendem Kurzstreckenbetrieb locker auf 23 Liter steigern. (Mein Tankwart liebte mich heiß und innig.) Der Aktionsradius war daher aufgrund des verhältnismäßig kleinen Tanks (55 Liter Inhalt) eher knapp bemessen. Sagenhaft die Laufruhe und der Klang dieses für die damalige Zeit exzellenten Sechszylinders.
Sehr gut auch die gut einstellbare Heizung, die auch bei Außentemperaturen von -20 Grad schnell für angenehme Innentemperaturen sorgte.

Aber Achtung beim angasen: Bei kaltem Motor absolut tödlich für den Zylinderkopf! Erst mal langsam angehen lassen, nicht über 4000 rpm hochdrehen und nur mäßig aufs Gaspedal. Wenn dann das Kühlwasserthermometer Betriebstemperatur meldet, noch 5 km zuwarten, damit sich auch die Öltemperatur angepaßt hat und alles schön gleichmäßig durchgewärmt ist und dann - volles Rohr.

Außer Verschleißteilen wie Bremsbelägen und planmäßigem Zahn- und Keilriementausch keine Reparaturen.

Nach einer kurzen Gewöhnungsphase im ersten Winter (ein Gartenzaun mußte dran glauben, der Schaden am Auto hielt sich sehr in Grenzen - lediglich die Stoßstange und das untere Frontblech waren etwas zerknittert - Stoßstange getauscht, Frontblech ausgedengelt - Fall erledigt) machte diese giftige Heckschleuder wirklich Spaß.

Er war viele Jahre lang mein treuer Begleiter, bis der Rost uns trennte. (Türunterkanten, Stege, Übergang von Bodenplatte zum Radkasten, Reserveradmulde, Stoßdämpferdome hinten, Übergang von den hinteren Kotflügeln zum Kofferraumboden, vor allem links - also sämtlichen artspezifischen Schwachstellen.)

Doch ist ihm ein neues Leben als Youngtimer beschieden. Ich brachte es nicht übers Herz, ihn wegzugeben. In mühevoller Kleinarbeit von Grund auf restauriert - habe sogar noch die originalen 13"-Alufelgen - und generalüberholt fahre ich gerne im Sommer damit durch die Gegend. Mit 340.000 km Laufleistung noch immer der erste Motor, Ölverbrauch 1 Liter auf 3000 km. Ist auch heute noch ein echter Hingucker - und so mancher aufgeblasene Golf-Fahrer (die Spezies mit den tiefergelegten, plastikverspoilerten, tönungsfolienverklebten Stereoanlagen auf vier Rädern) hat schon frustriert in sein Kunstlederlenkrad gebissen, da er leider nur den Auspuff zu sehen bekommen hat. (Fragt mich bitte nicht, wieviel mich die Strafmandate wegen Geschwindigkeitsüberschreitung schon gekostet haben.) "


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