Chrysler ES: Erfahrungsbericht #1

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Chrysler ES (1988-1991)
1988-1991
3-tr.Fließheck-Limousine
Chrysler ES (1988-1991)
Variante: 1988-1991 | 3-tr.Fließheck-Limousine

Chrysler ES (1988-1991)


Erfahrungsbericht #1 zu: Chrysler ES (1988-1991)

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Chrysler ES (1988-1991) Erfahrungsbericht
verfasst von RacerZ (27)
am 24.07.2004 um 09:42 Uhr

"mein zweites Auto, gekauft als 18jähriger Schüler mit 110.000 km im Jahr 1995 für 5200 DM. Ein wirklich tolles Auto an das ich gerne zurückdenke, allerdings nicht ohne Mängel. Es war eine Zender-Sportversion mit Spoiler und Sportfahrwerk.

Ich hatte den 2.2l Turbo mit 148 PS. Für einen Vierzylinder war der Motor sehr laufruhig, und hatte beim Ausdrehen einen schönen Klang. Solang der Turbolader nicht einsetzte war der Wagen etwas träge, dann aber wurde man schön in die Sitze gepresst. Allerdings nur bis etwa 130 km/h, denn der 5te Gang war sehr lang übersetzt. Daran merkte man schon eine ami-typische Eigenart des Chrysler: Er war nur für "Cruising"-Geschwindikeiten bis etwa 130km/h ausgelegt. Bis dahin konnte man auch mit einem Verbrauch von 11-12 l/100km auskommen, darüber stiegt der Verbauch exponential an. Die Spitze lag bei 184 km/h da wurde der ES abgeriegelt. Habe einmal bei längeren Vollgas-fahrten herausgefunden dass der Verbrauch da bei etwa 25l liegt!
Man konnte bei gemütlichen Überlandfahrten aber auch mit 7 l auskommen. Es gibt wohl wenige Autos die so eine Verbrauchsspanne bieten ;-)

Die Austattung war gut aber nicht komplett. So fehlte z.B. eine Uhr. Dafür aber sehr schöne Verlouraustattung, Tempomat (nur bis 140km/h) und eine Turbodruckanzeige.
Der Kofferraum war recht groß und mit der großen Heckklappe gut zu beladen. Man konnte auch bequem darin übernachten. Das Platzangebot auf den Rücksitzen war eingeschränkt, dafür vorne sehr gut. Die höhenverstellbare Lenksäule stand recht weit zum Fahrer hin, was ich als sehr angenehm empfand. Weniger schön fand ich die sehr weiche Servolenkung. Die war zwar schön zum Rangieren und Cruisen, aber bei schnellen Kurvenfahrten war das Limit zum Untersteuern schwer zu erkennen. Durch das Sportfahrwerk war der Wagen sehr kurvenstabil, aber wenn der Punkt zum Untersteuern erreicht war, kam kurz darauf das Heck übersteuernd. Nichts für ungeübte. Aber, wie schon mehrfach angesprochen, es ist ja eher ein Auto zum gemütlich Fahren als zum Rasen.

Nach 13 Monaten, weiteren 31.000km, und vielen schönen Erinnerungen kam leider das Ende. Erst der Turbolader und dann der Motor verabschiedeten sich. Genau zu diesem Zeitpunkt hatte ich den Kaufpreis abbezahlt (war ja nur Schüler mit Nebenjobs...).
Erst hat der Turbolader immer lauter gepfiffen, wurde immer Kraftloser und aus dem Auspuff kam blauer Qualm. In der Werkstatt kam nach kurzem Blick in den Motorraum die Frage "um gutes Willen, wann hatte der die letzte Inspektion..?" Ich hatte keine Ahnung. Bin halt 31.000km gefahren und wann der Vorbesitzer Service gemacht hatte wußte ich nicht. Ich selbst habe einige Male Öl abgesaugt und nachgeschüttet, das wars.
Ich würde gern wissen wie lang der Wagen noch gesund gefahren wäre wenn ich ab und zu mal ne Werkstatt-Inspektion gemacht hätte. Auch würde ich gern wissen ob er immer noch fährt. Habe den Wagen dann für 500 DM an einen Autohändler verkauft der den Richtung Osten verfrachtet hat.
Rückwirkend hätte ich mir lieber einen Ersatzmotor besorgen sollen, statt einen langweiligen Mazda zu kaufen. Denn ausser Motor war der ES noch bestens in Orndung."


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