Daihatsu Sirion (II): Erfahrungsbericht #2

Hier finden Sie einen Erfahrungsbericht zum Daihatsu Sirion von D. Krebs

Daihatsu Sirion (2005-2013)
2005-2007
5-tr.Fließheck-Limousine
Daihatsu Sirion (2005-2013) 2007-2013<br />1.Facelift<br />5-tr.Fließheck-Limousine
2007-2013
1.Facelift
5-tr.Fließheck-Limousine
Daihatsu Sirion (2005-2013)
Variante: 2005-2007 | 5-tr.Fließheck-Limousine

Daihatsu Sirion (2005-2013)


Erfahrungsbericht #2 zu: Daihatsu Sirion (2005-2013)

Hier finden Sie einen Erfahrungsbericht zum Daihatsu Sirion von D. Krebs

Daihatsu Sirion (2005-2013) Erfahrungsbericht
verfasst von D. Krebs (35)
am 01.01.2009 um 20:03 Uhr

"Fahre den Sirion 1,3 (Modell M301, Baujahr 2007) seit einem Jahr. In dieser Zeit habe ich ca. 24.000 km zurückgelegt. Ein großer Teil der Fahrten wurde auf Autobahnen und im Stadtverkehr absolviert. Der Sirion hat sich bewährt und keinerlei wesentliche Mängel offenbart. Der Verbrauch liegt bei teils sparsamer (frühes Hochschalten) teils für die Fahrzeugkategorie flotter (Autobahn mit 140 - 160 km/h) Fahrweise über die Distanz von 24.000 km bei rund 6 l/100 km. Das Platzangebot ist für die Größe des Fahrzeugs sehr gut, zudem ist der Innenraum variabel nutzbar. Die Ausstattung ist gemessen an Preis und Fahrzeugkategorie üppig (u.a. Klima, CD-Radio, 4xEFH, 4 Airbags, ZV mit FB usw.). Trotz unbestreitbarer Vorteile hat das kleine Auto doch auch etliche Komfortschwächen. Beispielsweise wirkt das ganze Fahrzeug nicht sehr solide sowohl innen wie aussen. Die Materialqualität im Innenraum ist dürftig und auch der Lack (hier Metalliclack) der Karosserie ist nicht von hoher Qualität. Desweiteren stört die hakelige Schaltung und der teilweise raue Motorlauf (beim Beschleunigen und bei Autobahngeschwindigkeiten um 120 - 130 km/h schon recht aufdringlich). Klappern, besonders auf Kopfsteinpflaster gehört beim Sirion eindeutig zum Handwerk und die Abrollgeräusche sind schlecht gedämmt (immer ein Knistern in den Radkästen von hochgeschleuderten Steinchen - hört sich schon recht billig an). Andererseits sind die Windgeräusche nicht übermäßig laut, da scheint die Form der Karosserie und der Spiegel gelungen zu sein. Weiterhin ist die Belüftung des Fahrzeuges nicht optimal gelöst. Sicher ein Zugeständnis an den Fahrzeugpreis, aber die Lüftungsdüsen in der Mittelkonsole lassen sich, was die Luftmengenzufuhr betrifft nicht regeln, so das zwar die Fahrzeugmitte erwärmt wird, im Vergleich dazu aber an den äußeren Lüftungsdüsen zu wenig Luft ausströmt. In Verbindung mit anscheinend schlechter Entlüftung entstehen bei kälteren Außentemperaturen sogar Eisblumen auf der Innenseite von Seitenscheiben und Heckscheibe, trotz ständig auf Stufe 2 laufendem Gebläse. Ein Pluspunkt ist, trotz des Lärms, der teilweise auch vom heulenden, wahrscheinlich nicht sehr solide ausgelegten Getriebe kommt, der Motor, der doch recht kräftig durchzieht und eine gleichmäßige Kraftentfaltung und gutes Drehvermögen bietet. Die Lenkung ist angenehm leichtgängig und direkt ausgelegt und ermöglicht einen sehr kleinen Wenderadius. Die Übersicht ist klasse und die Sitze des Fahrzeugs sind zwar simpel gemacht aber nicht unbequem, allerdings für Langstrecken etwas zu weich und ohne Lordostenstütze. Die Verstellmöglichkeiten der Sitze sind vergleichsweise eingeschränkt (grobe Rasterung der Lehnenverstellung, Fahrersitz höhenverstellbar, aber nicht weit genug nach unten, man sitzt daher recht hoch, was viele sicher nicht nachteilig empfinden). Zum Fahrwerk: guter Geradeauslauf, recht präzises und berechenbares Fahrverhalten aber sehr hoppelige Federung und starke Seitenneigung in Kurven, bei höheren Geschwindigkeiten seitenwindanfällig.
Das Fahrzeug ist günstig in Anschaffung und Unterhalt, jedoch sollten komfortorientierte Fahrer bedenken, dass sie wirklich nur "Kleinwagenniveau" geboten bekommen. Ein Skoda Fabia oder ein VW Polo, sogar ein Opel Corsa C wirken deutlich solider und komfortabler im Fahrbetrieb. Trotzdem ist der Sirion eine Empfehlung wert, da er günstig ist und zuverlässige Toyota-Technik an Bord hat (er wird in Japan als Toyota Passo angeboten). Jedenfalls erscheinen insbesondere die Elektronikmängel an den vorgenannten "etablierten" Konkurrenten weitaus häufiger vorzukommen. Und auch die Hardware beispielsweise bei VW (siehe Polo 9N Dauertest in Autobild) ist zwar vom Gefühl her solider, aber von der Defektanfälligkeit her als deutlich schlechter einzustufen."


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